Nimm LM Studio, wenn du Modelle in einer grafischen Oberfläche entdecken, vergleichen und mit lokalen Dokumenten testen willst. Nimm Ollama, wenn CLI, Automatisierung und ein unkomplizierter lokaler API-Dienst im Mittelpunkt stehen. Auf einem Mac können beide sinnvoll nebeneinander existieren.
Die Wahl verändert nicht automatisch die Modellqualität. Entscheidend sind Modell, Quantisierung, Kontext, Runtime-Version und freier Unified Memory. Der größte Unterschied liegt im Bedien- und Betriebsmodell.
Entscheidungstabelle
Die Unterschiede im direkten Vergleich — alle Angaben beziehen sich auf die aktuelle Version zum Prüfzeitpunkt:
| Kriterium | LM Studio | Ollama |
|---|---|---|
| Einstieg | Desktop-GUI | CLI plus App/Server |
| Modellsuche | integrierter Discover-Bereich | kuratierte Modellbibliothek und CLI |
| Formate auf Apple Silicon | GGUF über llama.cpp und MLX | MLX-Engine auf Apple Silicon und GGUF über llama.cpp; Modellunterstützung hängt vom Tag und der Runtime ab |
| Lokale API | native REST-, OpenAI- und Anthropic-kompatible Endpunkte | native API und OpenAI-kompatible Endpunkte |
| Standardport | 1234 | 11434 |
| Dokumente/RAG | in der App integriert | über externe Frontends oder eigene Anwendung |
| Headless-Betrieb | GUI-frei via lms und den Daemon llmster | natürlicher Server-Workflow |
| Offline nach Download | ja | ja, Cloud-Funktionen explizit abschaltbar |
| Ideal für | Exploration, GUI, Vergleiche, lokale Dokumente | Skripte, Dienste, Coding-Tools, Automation |
Beide Inferenz-Engines auf Apple Silicon
Ollama stellte seine MLX-Engine am 30. März 2026 zunächst als Preview vor und ergänzte mit Version 0.30 im Juni eine verbesserte GGUF-/llama.cpp-Unterstützung. Die Vorstellung, Ollama sei auf dem Mac ausschließlich eine GGUF-Runtime, ist damit überholt. LM Studio unterstützt auf Apple Silicon ebenfalls beide Wege. Ollama: MLX · Ollama: GGUF · LM Studio.
Beachte bei der Modellwahl: Eine gemeinsame Engine bedeutet nicht, dass jedes MLX-Paket unverändert in beiden Apps importiert werden kann. Prüfe die konkrete Modell-ID, die unterstützte Architektur und die Runtime-Version. Ein fairer Geschwindigkeitsvergleich verwendet dasselbe Modell mit möglichst vergleichbarer Quantisierung.
LM Studio: besser für Exploration
LM Studio bündelt Modellsuche, Download, Chat, Einstellungen und lokalen Server in einer Desktop-App. Auf Apple Silicon unterstützt es sowohl GGUF-Runtimes auf Basis von llama.cpp als auch MLX-Modelle.
Das ist praktisch, wenn du:
- verschiedene Quantisierungen vergleichen willst,
- ohne Terminal ein lokales Modell suchst,
- Kontext und GPU-Offload sichtbar konfigurieren möchtest,
- PDFs, DOCX- oder Textdateien lokal in einen Chat einbinden willst,
- einen Server erst bei Bedarf über die GUI startest.
Bei kurzen Dokumenten legt LM Studio den Inhalt laut Dokumentation direkt in den Kontext. Bei längeren Dateien verwendet es Retrieval-Augmented Generation. Das ist bequem, aber nicht automatisch korrekt: Retrieval kann relevante Passagen übersehen, und das Modell kann trotz lokalem Dokument halluzinieren.
Ollama: besser für wiederholbare Workflows
Ollama reduziert Modellverwaltung und Serverbetrieb auf wenige Befehle:
ollama pull qwen3:4b
ollama run qwen3:4b
ollama list
ollama ps
Der Dienst eignet sich gut als Backend für Skripte, Editoren, Chat-Frontends und lokale Agenten. Modellname und API-Basis lassen sich in Konfigurationen festhalten, sodass ein Workflow leichter reproduzierbar wird.
Ollama ist deshalb oft der geradlinigere Start für:
- Coding-Assistenten und Editor-Integrationen,
- Shell- und Python-Automation,
- einen dauerhaft laufenden lokalen Endpunkt,
- Docker- oder Server-nahe Setups,
- reproduzierbare Modell-Tags in Teams.
APIs: Beide können mehr als Chat
LM Studio stellt eine native v1-REST-API sowie OpenAI- und Anthropic-kompatible Endpunkte bereit. Der Server lässt sich in der Developer-Ansicht oder per CLI starten:
lms server start
Ollama bietet eine eigene API und OpenAI-kompatible Routen. Für viele Clients reicht es, die Basis-URL auf http://localhost:11434/v1 zu setzen.
OpenAI-kompatible Endpunkte unterscheiden sich trotzdem in Details. Prüfe vor einer Entscheidung:
- welchen Endpoint die Anwendung aufruft,
- ob Tool Calling und strukturierte Ausgabe unterstützt werden,
- wie Modellnamen übergeben werden,
- ob Embeddings, Vision und Streaming benötigt werden,
- wie Authentifizierung und Netzwerkfreigabe funktionieren.
Ein Workflow, der mit /v1/chat/completions läuft, kann an einem spezielleren Cloud-Parameter trotzdem scheitern.
Wichtiger API-Unterschied (LM Studio 0.4.x): Die native /api/v1/chat-Route bietet zustandsbehaftete Chats, Request-spezifische Kontextlänge und optional MCP-Anbindungen. Die OpenAI-kompatible /v1/chat/completions-Route hat diese Eigenschaften nicht automatisch. /v1/responses kann einige zusätzliche Funktionen wie zustandsbehaftete Interaktionen und Remote-MCP bereitstellen; auch dort hängt die Eignung von Client und Freigaben ab. Die bloße Kompatibilität des JSON-Schemas ersetzt keinen Feature-Test. Quelle: LM Studio REST-API und Endpunktvergleich.
Für Agents gilt: In LM Studio können Allow per-request MCPs und Allow calling servers from mcp.json externe Tools aktivieren. Die zweite Option setzt laut Dokumentation aktivierte API-Authentifizierung voraus. Ein gültiger API-Token schützt den Serverzugang, macht ein aufgerufenes Remote-MCP-Tool aber nicht offline. LM Studio Server-Einstellungen
Welcher API-Endpunkt passt zum lokalen Coding-Agenten?
Beide Programme können einfache OpenAI-kompatible Chat-Anfragen bearbeiten. Ähnliche URLs garantieren aber nicht dieselben Funktionen. Die offizielle LM-Studio-API-Tabelle für 0.4.x unterscheidet:
| Benötigte Funktion | LM-Studio-Endpunkt | Unbedingt prüfen |
|---|---|---|
| Einfacher Chat / gewöhnliches Tool Calling | POST /v1/chat/completions | Anfrageformat, Tool-Calls und Modell |
| OpenAI-Responses-basierte Agenten | POST /v1/responses | Stateful-Funktionen und erlaubte MCP-Tools |
| Nativer Chat, eigener Kontext je Anfrage | POST /api/v1/chat | Native Parameter und Modell-Ladeverhalten |
| Anthropic-Messages-Clients | POST /v1/messages | Tool-Format und Modellunterstützung |
| Modell-IDs für OpenAI-Clients | GET /v1/models | Mit JIT auch heruntergeladene, nicht geladene Modelle |
JIT-Falle: Ein Eintrag bei /v1/models bedeutet bei aktiviertem Just-In-Time-Laden nicht, dass das Modell bereits im Unified Memory liegt. Bei abgeschaltetem JIT zeigt der Endpoint nur geladene Modelle. Servereinstellung kontrollieren, lms ls verwenden und eine tatsächliche Antwort testen, bevor ein Agent als betriebsbereit gilt. Quelle: LM-Studio-Headless/JIT-Dokumentation.
Auf dem Mac ohne Desktopoberfläche betreiben
LM Studio dokumentiert llmster als empfohlenen GUI-freien Daemon. Dessen Installation ist etwas anderes als das Starten des API-Servers aus einer bereits installierten Desktop-App. Für ein vorhandenes und lokal konfiguriertes LM Studio:
lms server start --bind 127.0.0.1 --port 1234
lms server status
curl --fail-with-body -sS http://127.0.0.1:1234/v1/models
Für den alleinstehenden Daemon die offizielle llmster-Anleitung verwenden, das veröffentlichte Installationsskript zuvor prüfen und anschließend Loopback/Authentifizierung kontrollieren. Keinesfalls beliebige Installationsskripte blind ausführen. Falls nur ein lokaler Modelldienst benötigt wird, bleibt Ollama eine ebenso legitime Option.
Sicherheitsgrenze: API-Token sind bei LM Studio standardmäßig deaktiviert. Serve on Local Network bzw. --bind 0.0.0.0 öffnet den Server über Loopback hinaus; Enable CORS und optionale Remote-MCPs sind weitere, voneinander unabhängige Risiken. Ein lokaler Server ist keine Agenten-Sandbox. Für vertraulichen Code Allow per-request MCPs und Allow calling servers from mcp.json deaktivieren, sofern nicht ausdrücklich gebraucht. Quellen: Authentifizierung, Servereinstellungen, LAN-Freigabe.
Performance: Nicht die Marke entscheidet
Es wäre zu grob, LM Studio pauschal als schneller oder Ollama als effizienter zu bezeichnen. Beide unterstützen MLX auf Apple Silicon und GGUF über llama.cpp; Geschwindigkeit und Speicherbedarf hängen auch von Modellformat, Quantisierung und Version ab.
Für einen fairen Test brauchst du:
- dasselbe Modell und dieselbe Quantisierung,
- denselben Kontext,
- denselben Prompt und dieselbe Ausgabelänge,
- identische Hintergrundlast,
- Messung von Time-to-First-Token, Ausgaberate und Speicher.
Vergleiche nicht ein MLX-Modell in LM Studio mit einem anders quantisierten GGUF-Tag in Ollama und leite daraus eine allgemeine Runtime-Aussage ab.
Datenschutz und Offline-Betrieb
LM Studio kann heruntergeladene lokale Modelle, lokale Dokument-Chats und den API-Server offline betreiben. Für Modellsuche, Downloads, Runtime-Updates und Updateprüfungen kann Internetzugriff erforderlich sein. Seit der Einführung optionaler Cloud Services gilt: LM Studios aktuelle Datenschutzrichtlinie nennt auch Cloud-Modelle und Websuche als Funktionen mit externer Verarbeitung. Das ist ein anderer Datenpfad als ein lokal geladener GGUF-/MLX-Checkpoint. Ein MCP-Tool oder eine Editor-Erweiterung kann unabhängig davon Netzwerkverbindungen herstellen. Für vertrauliche Dateien den konkret ausgewählten Modellprovider prüfen und Websuche/Remote-Tools deaktivieren; API-Token allein machen eine Cloud-Anfrage nicht lokal. LM Studio: Offline-Betrieb · Datenschutzrichtlinie vom Juni 2026
Ollama kann Modelle lokal oder über seine Cloud ausführen; die integrierte Websuche nutzt ebenfalls einen externen Dienst. Für Local-only muss die Sperre beim laufenden Ollama-Server ankommen. Bearbeite ~/.ollama/server.json (vorhandene Schlüssel beibehalten):
{
"disable_ollama_cloud": true
}
Starte Ollama neu. Im Log sollte Ollama cloud disabled: true erscheinen. Alternativ verwende für die macOS-App launchctl setenv OLLAMA_NO_CLOUD 1 und starte sie neu. Die alleinige Eingabe OLLAMA_NO_CLOUD=1 im Terminal ändert keinen bereits laufenden Server. Für einen ausdrücklich selbst gestarteten Terminal-Server geht OLLAMA_NO_CLOUD=1 ollama serve. Damit entfallen Cloud-Modelle und Ollamas integrierte Websuche. Ollama FAQ · Cloud-Doku
API-Sicherheit ist eine andere Achse als Datenschutz/Offline: Beide Programme können auf 127.0.0.1 lauschen; ein Netzwerk-Interface oder Port-Forwarding öffnet zusätzliche Angriffswege. Bei LM Studio 0.4.0 oder neuer stehen API-Tokens unter Developer → Server Settings → Require Authentication zur Verfügung; standardmäßig wird kein Token verlangt. Kontrolliere ebenso Serve on Local Network, Enable CORS und die Freigabe von MCP-Tools. Für Ollama nutze bei notwendigem Remote-Zugriff einen abgesicherten Reverse-Proxy mit Authentifizierung. LM Studio Authentifizierung · Server-Einstellungen
Für vertrauliche Dateien: Teste die eigentliche Modellantwort mit zuvor geladenem Modell, deaktivierten Cloud-Funktionen und ohne externe Tools bei unterbrochener Internetverbindung. Das prüft den konkreten Inferenzpfad, nicht sämtliche Backups oder Erweiterungen.
Modell- und Speicherverwaltung
Beide Tools verwalten Downloads in eigenen Strukturen. Wenn du dasselbe Modell in beiden Apps lädst, kann es doppelt auf der SSD liegen. Bei mehreren 10- oder 20-GB-Quantisierungen fällt das schnell auf.
Praktische Strategie:
- LM Studio für Modelle behalten, die du visuell vergleichst oder über die dortige MLX-Runtime nutzt.
- Ollama-Tags für stabile Automationen und Coding-Integrationen nutzen.
- alte Quantisierungen regelmäßig entfernen.
- Modell- und Kontextgröße dokumentieren, wenn du Ergebnisse vergleichst.
Die Tools können parallel laufen, solange Ports und verfügbarer Unified Memory reichen. Zwei gleichzeitig geladene große Modelle konkurrieren jedoch um denselben Speicher.
Praxistest: Welcher Server passt zu deinem Client?
Beide Programme können als lokaler API-Dienst arbeiten. Statt eine abstrakte Geschwindigkeitsrangliste zu übernehmen, prüfe zuerst die Verbindung. Die folgenden Befehle setzen voraus, dass du die jeweilige Anwendung installiert hast.
Ollama:
ollama list
curl -fsS http://127.0.0.1:11434/api/tags
LM Studio:
lms ls
lms server start
curl -fsS http://127.0.0.1:1234/v1/models
Die beiden Modelllisten verwenden unterschiedliche JSON-Formate. lms ls zeigt heruntergeladene Modelle und lms ps aktuell geladene Modelle. Bei aktivierter Just-In-Time-Ladung kann /v1/models auch heruntergeladene, noch nicht geladene Modelle anzeigen. HTTP 200 beim Auflisten beweist nur die Verbindung, nicht eine erfolgreiche Modellinferenz. Lade vor dem folgenden Test einen kleinen lokalen Modell-Tag in beiden Anwendungen (z. B. llama3.2:3b für Ollama). Die genaue LM-Studio-ID aus lms ls bzw. der geladenen Modellliste übernehmen. Vor dem Python-Test ECHTE_LOKALE_MODELL_ID_EINTRAGEN in der Befehlszeile ersetzen; sonst wird eine nicht existente Modell-ID angefragt:
# Ollama: bereits heruntergeladenes Modell lokal ansprechen
curl --fail-with-body -sS http://127.0.0.1:11434/api/generate \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{"model":"llama3.2:3b","prompt":"Antworte mit OK.","stream":false}'
# LM Studio: YOUR_LOADED_MODEL_ID durch die echte Modell-ID ersetzen
curl --fail-with-body -sS http://127.0.0.1:1234/v1/chat/completions \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{"model":"YOUR_LOADED_MODEL_ID","messages":[{"role":"user","content":"Antworte mit OK."}],"stream":false}'
Das LM-Studio-Beispiel gilt, wenn Require Authentication deaktiviert ist; bei aktivierter Tokenpflicht ist zusätzlich -H "Authorization: Bearer $LM_API_TOKEN" nötig. Beide Anfragen bleiben nur dann lokal, wenn die tatsächlichen Modellgewichte lokal geladen sind und keine externen Tools zugreifen. LM Studio CLI · REST API
Für einen aussagekräftigen Vergleich: exakt dieselbe Modellversion und möglichst dieselbe Quantisierung, dieselbe Kontextlänge, fünf identische Prompts und mehrere Wiederholungen. Miss Time-to-First-Token, Ausgabetokens pro Sekunde, macOS-Speicherdruck und Fehlermeldungen. Halte fest, ob ein Modell über MLX oder GGUF läuft: Das ist eine andere Variable als die Oberfläche. Ohne solche Messungen lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen, welches Programm schneller ist.
Vergleichbarer Zwei-Server-Smoke-Test ohne erfundene Benchmarks
Das Beispiel nutzt denselben Prompt und die OpenAI-kompatible /v1/chat/completions-Route beider Server. Die LM-Studio-Modell-ID wird ausdrücklich aus LM_MODEL_ID übernommen statt geraten. Bei aktivierter Tokenpflicht kann LM_API_TOKEN gesetzt werden. Vorher beide Server starten und ein kleines lokales Modell herunterladen; Ollamas Standard-Tag llama3.2:3b muss lokal vorhanden sein.
LM_MODEL_ID="ECHTE_LOKALE_MODELL_ID_EINTRAGEN" python3 - <<'PY'
import json
import os
from time import perf_counter
from urllib.error import HTTPError, URLError
from urllib.request import Request, urlopen
# Read the exact LM Studio model ID from lms ls; never guess it.
lm_model = os.environ.get("LM_MODEL_ID")
if not lm_model:
raise SystemExit("Set LM_MODEL_ID to a downloaded, trusted local model")
lm_token = os.environ.get("LM_API_TOKEN", "")
targets = [
("Ollama", "http://127.0.0.1:11434/v1/chat/completions",
os.environ.get("OLLAMA_MODEL", "llama3.2:3b"), "ollama"),
("LM Studio", "http://127.0.0.1:1234/v1/chat/completions",
lm_model, lm_token),
]
prompt = "List two practical risks of running a local coding agent."
for label, url, model, token in targets:
data = json.dumps({
"model": model,
"messages": [{"role": "user", "content": prompt}],
"stream": False, "temperature": 0,
}).encode("utf-8")
headers = {"Content-Type": "application/json"}
if token:
headers["Authorization"] = "Bearer " + token
req = Request(url, data=data, headers=headers)
start = perf_counter()
try:
with urlopen(req, timeout=180) as response:
result = json.load(response)
except (HTTPError, URLError, TimeoutError) as error:
raise SystemExit(f"{label}: HTTP/connection failure: {error}")
elapsed = perf_counter() - start
try:
output = result["choices"][0]["message"]["content"]
except (KeyError, IndexError, TypeError) as error:
raise SystemExit(f"{label}: unexpected response format: {error}")
print(f"{label} | {model} | elapsed={elapsed:.2f}s")
print(str(output)[:300].replace("\n", " "))
PY
Die ausgegebene Laufzeit ist ein Ende-zu-Ende-Funktionstest, kein fairer Geschwindigkeitsbenchmark. Für einen Vergleich beide Modelle zunächst aufwärmen, dann mehrmals messen; exakten Checkpoint, Quantisierung, Kontext, geladene Modelle und macOS-Speicherdruck notieren. Das Skript adressiert ausschließlich 127.0.0.1 und startet keine Websuche oder MCP-Tools. Servereinstellungen und lokale Modellausführung separat prüfen. Eigene kostenpflichtige API-Aufrufe oder Mac-Benchmarks wurden für diesen Artikel nicht durchgeführt.
Diagnose statt falscher Geschwindigkeitsvergleiche
| Problem | Konkrete Prüfung | Bedeutung |
|---|---|---|
| API ist erreichbar, aber die Modellantwort schlägt fehl | Bei LM Studio lms ls mit lms ps vergleichen; bei Ollama ollama list prüfen | Eine aufgelistete Modell-ID beweist noch keine geladene, verfügbare Inferenz |
| Erste Antwort dauert deutlich länger als spätere | Modell-Ladevorgang/JIT, Promptverarbeitung und Ausgabe getrennt erfassen | Die Gesamtzeit ist kein vergleichbarer Tokens-pro-Sekunde-Benchmark |
| Gewünschte Modell-ID wird nicht gefunden | Exakten Modellnamen und Tag statt eines ähnlich klingenden Namens übernehmen | Die beiden Tools verwenden unterschiedliche Modellkennungen |
| Client läuft in Docker oder einer VM | Prüfen, auf welchen Rechner sich 127.0.0.1 aus Sicht des Clients bezieht | Eine erfolgreiche Anfrage vom Mac selbst belegt keine Verbindung aus dem Container |
| Server funktioniert, aber externe Funktionen bleiben aktiv | Modellprovider, Plugins, MCP und Websuche einzeln prüfen | Lokale Serveradresse allein ist kein Beleg für vollständig lokale Datenverarbeitung |
Die Unterscheidung zwischen heruntergeladenen und geladenen Modellen ist in der LM-Studio-CLI-Dokumentation beschrieben. Das Headless-/JIT-Handbuch erläutert, weshalb /v1/models bei eingeschaltetem JIT auch noch nicht geladene Modelle anzeigen kann. Die Beispiele oben sind eine Fehlerdiagnose, keine hier durchgeführten Mac-Benchmarks.
Was beim lokalen Server leicht übersehen wird
Ein API-Dienst auf 127.0.0.1 ist zunächst nur auf dem eigenen Rechner erreichbar. Bei Bindung an 0.0.0.0 können Geräte im Netz zugreifen. LM Studio verlangt standardmäßig keine Authentifizierung: Aktiviere vor einer LAN-Freigabe API-Tokens unter Developer → Server Settings. Ollamas API gehört bei notwendigem Fernzugriff hinter einen authentifizierten Proxy. Ein Agent oder MCP-Tool kann trotz lokaler Inferenz externe Verbindungen öffnen. LM Studio: API-Tokens
Entscheidung nach Anwendungsfall
LM Studio ist die direktere Wahl zum Finden und Vergleichen von Modellen, besonders bei MLX-Varianten und lokalen Dokumenten. Ollama lässt sich oft schneller in Skripte, Editor-Plugins oder bestehende Serverprozesse integrieren. LM Studio unterstützt inzwischen selbst CLI und Headless-Betrieb, sodass „GUI gegen Terminal“ keine harte Trennlinie mehr ist.
Wenn du beide verwendest, behalte den zusätzlichen SSD-Speicherverbrauch im Blick. Welches Modell neben deinen Anwendungen in den Arbeitsspeicher passt, erklärt der Unified-Memory-Guide.
Quellen und Stand
Geprüft: 13. Oktober 2026. Technische Angaben folgen den Primärquellen für LM Studio 0.4.x und Ollama; eigene Geschwindigkeitsmessungen liegen nicht vor.
- Ollama für macOS
- Ollama OpenAI-Kompatibilität
- Ollama FAQ und Local-only-Modus
- Ollama Cloud
- LM Studio API-Authentifizierung
- LM Studio Server-Einstellungen
- LM Studio Offline-Betrieb
- LM Studio als lokaler API-Server
- LM Studio CLI
- LM Studio API-Endpunktvergleich
- LM Studio Datenschutzrichtlinie / Cloud Services
- LM Studio: Chat mit Dokumenten
- LM Studio OpenAI-kompatible Endpunkte
- LM Studio GUI-frei und JIT
- LM Studio LAN-Freigabe
- LM Studio Server-CLI/Bind
Häufig gestellte Fragen
Ist LM Studio oder Ollama besser für Einsteiger?
LM Studio ist meist einfacher, wenn du Modelle über eine grafische Oberfläche suchen, laden und vergleichen willst. Ollama ist einfacher, wenn ein Terminal-Befehl und ein lokaler API-Server dein gewünschter Workflow sind.
Können LM Studio und Ollama vollständig offline laufen?
Ja, mit bereits heruntergeladenen lokalen Modellen. Ollamas Cloud-Funktionen sollten am tatsächlich laufenden Server abgeschaltet und die App danach neu gestartet werden; auch Plugins und externe Agenten getrennt prüfen.
Welches Tool eignet sich besser für Coding-Tools und Automation?
Ollama ist für Skripte, Dienste und viele Coding-Integrationen der geradlinige Start. LM Studio bietet ebenfalls lokale REST-, OpenAI- und Anthropic-kompatible APIs sowie eine CLI und einen Headless-Modus. Prüfe die konkret benötigten Endpunkte.
Unterstützt LM Studio MLX?
Ja. Auf Apple Silicon kann LM Studio neben GGUF-Modellen auch MLX-Modelle ausführen. Das ist ein wichtiger Unterschied bei der Modellauswahl auf dem Mac.
Kann ich beide Tools parallel installieren?
Ja. Die Standardserver verwenden unterschiedliche Ports: Ollama üblicherweise 11434 und LM Studio 1234. Modelle werden allerdings getrennt verwaltet und können dadurch doppelt SSD-Speicher belegen.